{"id":8524,"date":"2020-03-24T12:00:17","date_gmt":"2020-03-24T11:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sip.ch\/private-gesundheitsdienstleistungen-ihr-schutzschild-gegen-uebertherapie\/"},"modified":"2023-04-15T14:28:41","modified_gmt":"2023-04-15T12:28:41","slug":"private-gesundheitsdienstleistungen-ihr-schutzschild-gegen-uebertherapie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sip.ch\/de\/private-gesundheitsdienstleistungen-ihr-schutzschild-gegen-uebertherapie\/","title":{"rendered":"Private Gesundheitsdienstleistungen \u2014 Ihr Schutzschild Gegen \u00dcbertherapie"},"content":{"rendered":"<h3>Unabh\u00e4ngiger \u00e4rztlicher Expertenrat bewahrt Sie vor medizinischen Fehlentscheidungen. Nicht immer handelt die Medizin in Ihrem besten Interesse<\/h3>\n<p>Patienten in der Schweiz und vielen weiteren L\u00e4ndern stellen sich heute nach einer \u00e4rztlichen Konsultation vermehrt Fragen wie diese: Ist der empfohlene Therapievorschlag wirklich optimal f\u00fcr meine Situation geeignet? Muss ich diesen schweren Behandlungsweg unbedingt auf mich nehmen? Geht es nicht anders? Die Antwort lautet: Doch, das ist m\u00f6glich. Diese Unsicherheiten m\u00fcssen nicht sein.<\/p>\n<p>In unserem Beitrag beschreiben wir geeignete Schritte zu einer bedarfsgerechten und individuellen Behandlung. Erg\u00e4nzend skizzieren wir die Vorteile, die sich dadurch f\u00fcr die Betroffenen ergeben. Ebenso werfen wir einen Blick auf die Hintergr\u00fcnde, die f\u00fcr die zunehmende \u00dcbertherapie verantwortlich sind.<\/p>\n<h3>Definition der \u00dcbertherapie<\/h3>\n<p>In der Schweiz nimmt die Diskussion zu \u00fcberzogenen therapeutischen Ma\u00dfnahmen in der \u00c4rzteschaft, der Politik und der Bev\u00f6lkerung einen breiten Raum ein. Im Wesentlichen geht es dabei um zwei Kernpunkte. Einer betrifft die hohen, stetig steigenden Behandlungskosten. Der andere bezieht sich darauf, ob und in welchem Umfang einzelne Krankheitsbilder alle diagnostischen und therapeutischen M\u00f6glichkeiten rechtfertigen, selbst wenn der Patient davon nicht zus\u00e4tzlich profitiert.<\/p>\n<p>Die Schweizer Akademie f\u00fcr Qualit\u00e4t in der Medizin SAQM hat dazu im Jahr 2016 ein Grundlagenpapier verfasst, das die Zusammenh\u00e4nge auch f\u00fcr interessierte Laien verst\u00e4ndlich beschreibt. Als eing\u00e4ngiges Schlagwort verwendet diese Institution den Begriff \u201eOveruse\u201c, den sie folgenderma\u00dfen definiert: \u201eVersorgung mit einer &#8230; medizinischen Diagnostik oder Behandlung, die f\u00fcr den Patienten keinen Nutzen hat oder deren Risiken den potenziellen Nutzen \u00fcbersteigen.\u201c Erg\u00e4nzend weist sie darauf hin, dass auch alternative Bezeichnungen wie beispielsweise \u00dcberbehandlung und \u00dcberdiagnosen gebr\u00e4uchlich sind.<\/p>\n<h3>Die medizinische Entwicklungsdynamik der letzten 50 Jahre<\/h3>\n<p>Bis etwa 1970 war das Handeln der \u00c4rzteschaft gepr\u00e4gt von den ethischen Regeln des griechischen Arztes Hippokrates, dem Urvater der modernen Medizin. Auf ihn gehen die folgenden drei Verhaltensgrunds\u00e4tze zur\u00fcck: Erstens sollte der Arzt darauf achten, dem Patienten nicht zu schaden. Zweitens sollte er die Krankheitsursache erfassen und drittens erst dann die Heilungsschritte einleiten.<\/p>\n<p>Wenngleich diese Regeln inhaltlich und moralisch weiterhin gelten, haben die Medizintechnik, neue operative Methoden, moderne Arzneimittel und auch das Anspruchsverhalten der Patienten das \u00e4rztliche Handeln stark beeinflusst. Zumindest das ausgewogene Verh\u00e4ltnis dieser drei Punkte bleibt nicht immer gewahrt und verschiebt sich je nach betroffener Person und Krankheitsbild. Die Auswirkungen f\u00fcr das heutige Gesundheitssystem zeigen sich unter anderem in einem \u00dcberangebot an Therapiem\u00f6glichkeiten, die im Einzelfall auch zu medizinischen Fehlleistungen f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Schweizer Bundesamt f\u00fcr Gesundheit BAG begleitet diese Entwicklungen mit entsprechenden Steuerungskonzepten wie \u201eGesundheit 2020\u201c seit Jahren intensiv. Der Erfolg der eingeleiteten Ma\u00dfnahmen ist bisher aber nicht ausreichend greifbar.<\/p>\n<h3>Wichtige Einflussfaktoren f\u00fcr die \u00dcbertherapie und Fehlbehandlungen<\/h3>\n<p>Das erw\u00e4hnte Grundlagenpapier der SAQM befasst sich ausf\u00fchrlich mit den Ursachen der medizinischen \u00dcberversorgung und weist vor allem auf diese Fakten hin:<\/p>\n<p>Die Erwartungen der Patienten steigen mit jeder allgemeinen Information zu neuen Diagnosen und Therapien. Bezogen auf die eigenen Beschwerden m\u00f6chte der Erkrankte an diesen Innovationen ebenfalls teilhaben und erhofft sich von seinem Therapeuten, stets nach dem neuesten Erkenntnisstand versorgt zu werden. Eine distanzierte, fachlich begr\u00fcndete Arztmeinung dazu findet oft wenig Verst\u00e4ndnis. Die Folge sind vielfach \u00fcberfl\u00fcssige Rezepte oder Diagnosen ohne zus\u00e4tzlichen Erkenntnisgewinn, beispielsweise wiederholte Herzkatheter-Untersuchungen.<\/p>\n<p>Das \u00e4rztliche Fachwissen ist keineswegs gleichm\u00e4\u00dfig auf alle Therapeuten verteilt, was zu einer gewissen Informationsasymmetrie innerhalb der einzelnen Fachgruppen f\u00fchrt. Eine der Konsequenzen sind unterschiedliche fachliche Meinungen im Umgang mit einer Erkrankung und dem jeweils optimalen Behandlungsweg.<\/p>\n<p>Wirtschaftliche Zw\u00e4nge selbstst\u00e4ndig t\u00e4tiger \u00c4rzte spielen ebenfalls eine bedeutsame Rolle. Eine eigene Praxis mit moderner Diagnostik tr\u00e4gt sich nur bei entsprechender Ger\u00e4teauslastung, weshalb deren regelm\u00e4\u00dfiger Einsatz fest eingeplant ist.<\/p>\n<p>Angestellte Mediziner an Spit\u00e4lern oder spezialisierten Zentren sind in vielen F\u00e4llen ebenso finanziellen Zw\u00e4ngen und dem Profitstreben der jeweiligen Institution unterworfen. Leider f\u00fchrt auch dies dazu, dass die Patientenbelange etwas nach hinten r\u00fccken.<\/p>\n<p>Selbst der Status eines Privatversicherten sch\u00fctzt Erkrankte nicht vor \u00dcbertherapie und medizinischen Fehlentscheidungen. Denn vor allem diese Patientengruppe erh\u00e4lt bevorzugt die teuren und als besonders innovativ geltenden Diagnosen und Behandlungen.<\/p>\n<h3>Private Gesundheitsdienstleistung f\u00fcr eine Medizin in Ihrem besten Interesse<\/h3>\n<p>Um sich vor \u00dcberversorgung oder Fehlbehandlung zu sch\u00fctzen, gilt in der Schweiz wie auch in anderen L\u00e4ndern die Empfehlung, sich eine Zweitmeinung einzuholen. H\u00e4ufig zeigt sich jedoch, dass der Zweit-Untersucher zu einer abweichenden Bewertung des Krankheitsgeschehens und einer unterschiedlichen Therapieempfehlung kommt. Die Ungewissheit des Betroffenen bleibt und eine Drittmeinung bringt ebenfalls nicht die erw\u00fcnschte Entscheidungssicherheit.<\/p>\n<p>Diese Sachverhalte sind nachvollziehbar, denn viele Mediziner unterliegen einer gewissen Subjektivit\u00e4t und sind in die bereits geschilderten fachlichen und wirtschaftlichen Zw\u00e4nge eingebunden. F\u00fcr die Patienten sind allerdings nur unabh\u00e4ngig entstandene Bewertungen und Prognosen zum Behandlungsergebnis relevant. Dies gilt insbesondere vor operativen Eingriffen und langfristigen Behandlungskonzepten.<\/p>\n<p>Und genau diese Beratung ist bei Swiss Insurance Partners (SIP) als private Gesundheitsdienstleistung verf\u00fcgbar. SIP nennt diesen Service Privilegierte Gesundheitsversorgung oder Privileged Healthcare und bedient sich dazu einer ausgew\u00e4hlten Gruppe unabh\u00e4ngiger medizinischer Experten.<\/p>\n<p>Sie k\u00fcmmern sich um alle Belange Ihrer Erkrankung. Wichtig ist vor allem, dass diese Spezialisten nicht an Ihrer Behandlung beteiligt sind und daraus keinen finanziellen Vorteil ziehen k\u00f6nnen. Damit ist deren Unabh\u00e4ngigkeit gew\u00e4hrleistet. Gleichzeitig beinhaltet das exklusive Netzwerk dieser Experten bedarfsweise den weltweiten Zugriff auf unabh\u00e4ngige, f\u00fchrende Spezialisten in allen medizinischen Fachbereichen. F\u00fcr besonders schwierige Krankheitsf\u00e4lle steht erg\u00e4nzend ein Medical Advisory Board als Berater-Team zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h3>Die privilegierte Gesundheitsversorgung anhand von Beispielen<\/h3>\n<p><strong>Starke R\u00fcckenschmerzen<\/strong><\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren wurde in solchen F\u00e4llen zunehmend und gerne operiert, denn diese Eingriffe sind finanziell attraktiv. Jede einzelne Behandlung an der Wirbels\u00e4ule bringt aber auch Risiken mit sich wie unerw\u00fcnschte Versteifungen, die der Patient so nicht erwartet hat.<\/p>\n<p>Andererseits erfordert nicht jede Wirbels\u00e4ulenerkrankung eine Operation. Selbst konservative Behandlungen k\u00f6nnen dem Patienten Schmerzfreiheit und Beweglichkeit zur\u00fcckgeben. Erg\u00e4nzt durch eine gezielte Pr\u00e4vention kann dieser Weg f\u00fcr Betroffene am Ende mehr Lebensqualit\u00e4t bedeuten als ein operativer Eingriff.<\/p>\n<p>Bei der Entscheidung f\u00fcr die individuell geeignetere Behandlungsvariante ist der Patient bei Krankheitsbildern dieser Art mit unabh\u00e4ngigem Expertenrat besser versorgt und kann seiner Zukunft beruhigter entgegensehen.<\/p>\n<p><strong>Therapiem\u00f6glichkeiten bei Prostatakrebs<\/strong><\/p>\n<p>Der Prostata-Tumor ist die bei M\u00e4nnern h\u00e4ufigste Form der Krebserkrankung, hat aber bei rechtzeitiger Diagnose gute Behandlungschancen. Genau hierin besteht andererseits auch ein Problem f\u00fcr den Patienten. Denn er hat mehrere Entscheidungsoptionen, die ohne fachliche Expertise in ihrer Tragweite nur schwer zu bewerten sind. Hinzu kommt, dass diese Krebsform die Sexualit\u00e4t und damit die Partnerschaft unmittelbar beeinflusst. Deshalb sollte jegliche Entscheidung von den Betroffenen gemeinsam getragen werden. Die nachfolgend skizzierte Auswahl an Behandlungsm\u00f6glichkeiten macht den Entscheidungsdruck bei dieser Krebserkrankung deutlich.<\/p>\n<p>Da ein Prostata-Tumor eher langsam w\u00e4chst, ist mehrj\u00e4hriges Abwarten unter \u00e4rztlicher Kontrolle eine vertretbare Option. Das bisherige Sexualleben \u00e4ndert sich dadurch nicht. Allerdings bleibt der Gedanke an den Krebs ein stetiger Wegbegleiter.<\/p>\n<p>Eine nicht operative Methode ist die \u00f6rtlich begrenzte, wiederholte Bestrahlung der Prostata. Bis der Behandlungserfolg diagnostisch feststeht, vergehen aber mehrere Monate. Leider sind nach einigen Jahren Folgesch\u00e4den an umliegendem Gewebe wie Blutgef\u00e4\u00dfen, Blasen- oder Darmstrukturen nicht v\u00f6llig auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Steht eine Operation zur Diskussion, sind drei Hauptvarianten \u00fcblich. Die klassische Version mit Unterbauchschnitt, eine Schl\u00fcsselloch-Chirurgie oder der Einsatz eines Operations-Roboters, den allerdings ein Arzt bedient. Alle drei OP-Methoden sind sehr anspruchsvoll. Es ist daher \u00e4u\u00dferst wichtig, das Behandlungszentrum und den Operateur sorgf\u00e4ltig auszuw\u00e4hlen. Dennoch k\u00f6nnen im Einzelfall bleibende St\u00f6rungen wie eine begrenzte Erektionsf\u00e4higkeit oder unbeabsichtigter Urinverlust auftreten.<\/p>\n<p>An diesem Tumor-Beispiel wird besonders deutlich, dass unabh\u00e4ngiger Expertenrat fast zwingend ist, um eine auch den pers\u00f6nlichen Vorstellungen entsprechende Therapieentscheidung zu treffen.<\/p>\n<p><strong>Nutzenaspekte der privaten Gesundheitsdienstleistungen<\/strong><\/p>\n<p>Die Medizin hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich ver\u00e4ndert. Beispielsweise dr\u00e4ngte die F\u00fclle diagnostischer Innovationen, behandlungstechnischer Methoden und neuer Wirkstoffe das Patientenwohl in die zweite Reihe des \u00e4rztlichen Denkens und Handelns. Wirtschaftliche Zw\u00e4nge, uneinheitlicher Wissensstand innerhalb der \u00c4rzteschaft und finanzielle Vorgaben des Gesundheitswesens f\u00f6rdern diese Entwicklung. Das alles sind wesentliche Gr\u00fcnde, warum die Medizin heute nicht immer im besten Patienteninteresse handelt.<\/p>\n<p>Die erw\u00e4hnten Krankheitsbeispiele wie starke R\u00fcckenschmerzen oder der Prostata-Tumor verdeutlichen zudem, wie wichtig neben einer guten privaten Absicherung gegen Krankheitskosten unabh\u00e4ngiger Expertenrat sein kann.<\/p>\n<p>Hinzu kommt der hohe Stellenwert, den Spezialisten einer privaten Gesundheitsdienstleistung der Pr\u00e4vention einr\u00e4umen, die den Behandlungserfolg m\u00f6glichst dauerhaft sicherstellt.<\/p>\n<p>In der Gesamtbetrachtung \u00fcberwiegt der Nutzen einer privilegierten Gesundheitsversorgung die Zusatzkosten deutlich, denn Sie sch\u00fctzen und sichern damit Ihr wertvollstes Gut: Ihre Gesundheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unabh\u00e4ngiger \u00e4rztlicher Expertenrat bewahrt Sie vor medizinischen Fehlentscheidungen. 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